Solarstromanlagen (Fotovoltaik) 11.02.2004

In der Regel speisen Solaranlagen den gewonnenen Strom mittels eines Reglers in einen oder mehrere Akkumulatoren (Akku) von 12- oder 24 Volt Nennspannung ein. Am Akku wird eine Leitung angeschlossen für den Betrieb von Beleuchtungen oder Kleinmotoren.
Dabei wird irrtümlich angenommen dass solche Anlagen als Schwachstromanlagen gelten und völlig harmlos sind.

Dazu einige Erläuterungen:
Gemäss Niederspannungsinstallationsnormen (NIN) gelten Anlagen mit höchstens 50 V Nennspannung, aber mit mehr als 2A Nennstromstärke als Kleinspannungs-Starkstromanlagen. siehe auch NIN 2.2.1.3.1
Mit einer 2-Amp. Sicherung geschützt, gelten solche Installationen als Schwachstromanlagen.
Wer elektrische Installationen ohne Sicherung an einer Autobatterie anschliesst und betreibt, riskiert bei  Überlastung oder Kurzschluss der Leitung, einen Brandfall!

Werden Installationen mit mehr als 2-Amp. geschützt, sind solche Installation nach NIN auszuführen.
Diese Installationen dürfen nur von Personen erstellt werden, die eine Installationsbewilligung nach Art. 6 der Niederspannungsinstallationsverordnung (NIV) besitzen!

So gilt unter Anderem:
Der Querschnitt von festverlegten Leitungen darf 1.5mm2 nicht unterschreiten.
siehe auch NIN 5.2.4.3 Tabelle
Es sind Überstromunterbrechergrössen zu verwenden, die dem abgehenden Leiterquerschnitt entsprechen.
siehe auch NIN 4.3.3.2.1/5.2.3

Ihr Elektroinstallateur kann Sie im Detail darüber beraten.

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